Menschen mit gepflegter Sprache hinterlassen hörbar stärkeren Eindruck.

Blog-Parade für Frederik Beyer zum World Voice Day 2014.

Stimme wirkt.

Stimme ist ein Schlüsselreiz in der Kommunikation.

Stimme ist ein mächtiges Kommunikationsinstrument.

Lange bevor sich Ihr Zuhörer mit Ihrem verbalen Inhalt befasst, haben Sie ihn auf mehreren Ebenen allein durch das WIE Ihres Sagens massiv beeinflusst.

Erstens: Bis in jede Körperzelle „manipulieren“ Sie Ihre Hörer. Die Bewegungen der Atem-, Stimm- und Artikulationsmuskulatur werden vom Sprechenden zu den Hörenden übertragen. In dem Moment, in dem Sie den Mund für Laute öffnen, vollzieht Ihr Publikum Ihren Körperzustand mit. Das geht Ihnen auch so, wenn Sie zuhören. Wenn ein Vortragender Luftprobleme hat, dann wollen Sie nach Luft schnappen. Wenn sich bei einem Redner ein Frosch ankündigt, fangen Sie an, sich zu räuspern. Wenn ein Sprechender sehr nervös ist, spüren Sie die Schmetterlinge im Bauch oft selber. Oft werden wir auch ganz mitleidig gestimmt. Im positiven Fall hält ein Sprecher mit diesem motorischen Mitvollzug sein Publikum in Atem.

Stimme bestimmt.

Stimme bestimmt die Stimmung.

Die Stimme überträgt immer zwei Botschaften. Außer dem verbalen Inhalt auch die Stimmungen des Sprechers. Ein Beschwerdeanruf kurz vor Dienstschluss stimmt Sie ärgerlich, Sie sollen aber freundlich antworten. Ihre freundliche Formulierung erklingt mit ärgerlichem Unterton: Winnetou würde sagen: „Bleichgesicht spricht mit gespaltener Zunge.“ Untertöne sabotieren oft Inhalte. Stimmklang ist mächtig. Er lässt eindeutig hören, ob Sie wirklich meinen, was sie sagen. Ob Sie nur schöne Wörter drechseln oder authentisch „rüberkommen“.

TIPP für heute: Ohren auf. Hören Sie ganz bewusst hin. Wen hören Sie heute, dessen Stimme Ihnen angenehm auffällt?

 

Ingrid Amon,

Präsidentin des Europäischen Netzwerks der Stimm-Experten www.stimme.at

Webseite: www.iamon.at

 

16. April 2014
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