So überleben Sie die WM, ohne heiser zu werden…

Fußball ist Emotion pur. Gerade jetzt zur WM geht es wieder hoch her. Toooor! Tooor! Tooor!

So sehr Fußball Spaß macht – für die Stimme ist das oft eine arge Strapaze. Viele Menschen sind es nicht mehr gewohnt, aktiv und kraftvoll ihre Stimme einzusetzen. Die meiste Zeit des Tages verbringen wir sitzend,  wir müssen in unserem normalen Alltag kaum größere Distanzen mit ihrer Stimme überwinden, die wenigsten nutzen das volle Potenzial von Atmung und Stimme.

Wenn wir unsere Stimme dann doch einmal intensiv benutzen, wie jetzt beim Fußball, dann kommen wir schnell an unsere Grenzen. Die Stimme klingt nach den Spielen rauh, heiser, angegriffen. Das aber muss nicht sein.

Die Frage ist: Wie schaffen Sie es, ihren Fußball-Gefühlen freien Lauf zu lassen und trotzdem die Stimme nicht allzu sehr zu belasten?

Die goldene Regel lautet: Rufen statt Schreien!

Was ist der Unterschied? Beim Rufen ist der Kehlkopf relativ entspannt, die Stimme bleibt eher tief und dunkel. Wenn wir schreien klingt die Stimme dagegen eher hoch, gepresst und forciert.

 

Hier die Ruf-Variante “Ey, Du!”

 

 

Und hier das gleiche, jedoch geschrieen:

 

 

Sicherlich spüren Sie instinktiv: die zweite, geschrieene Variante strengt die Stimme viel mehr an. Woran liegt das?

Beim Schreien ist der Atemdruck wesentlich höher. Wir pressen den Atem gegen die Stimmlippen im Kehlkopf. Dieser extrem hohe subglottische Luftdruck bewirkt, dass die Stimmlippen nicht so koordiniert schwingen können wie sonst. Die Stimme klingt rauh, gepresst, forciert.

Um beim Fußball Ihrer Stimme nicht allzu weh zu tun, sollten Sie also Rufen statt schreien. Rufen ist zwar immer noch ganz schön anstrengend für die Stimme, aber wesentlich stimmschonender als das Schreien.

Wie also sollten Sie “Tooor!” jubeln, wenn Deutschland trifft? Sie haben künftig die Wahl.

 

Entweder so:

 

 

Oder so:

 

 

In diesem Sinne: Viel Spaß mit Stimme und Fußball!

:-)

 

10. Juni 2014
Kategorien: Allgemein, Stimme & Erfolg, Tipps & Tricks | Schlagwörter: , , | Schreibe einen Kommentar

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